Lovund´s Daliah Ylva wurde bei uns geboren und lebt nun in Norwegen. Hier nun ein Bericht aus dem Lundehundnytt – Mitgliedsblatt des Norwegischen Lundehundklubbs - wie es zu diesem Umzug für die kleine Daliah Ylva gekommen ist.

Natürlich gibt es auch die Übersetzung in die deutsche Sprache:

Ylva - eine kleine importierte Schönheit.

Als ich im Februar schon wieder feststellen musste, dass das Züchten von Nachkommen bei meinen zwei Hündinnen Frøya und Gurine gescheitert war, muss ich zugeben, bin ich richtig verzweifelt geworden. Frøya ist vor ein paar Jahren ohne Nachkommen «in Rente» gegangen, doch da war ja noch Gurine, eine letzte Möglichkeit.Ich hatte daher darum gebeten, dass sie einige Monate beim Rüden verbringen konnte, damit man die Zeit, in der sie läufig ist, nicht verpasst. Meine beiden Hündinnen waren in dieser Zeit immer unauffällig, ruhig, und deswegen war es schwierig die Tage auszumachen, wenn sie

«stehen» sollten. Gurine reiste nach Vesterålen zu Ginnar, und Runa kam in der Zeit zu mir. Wir wollten Eifersucht in der Lundehundfamilie vermeiden.

Und, sie paarten sich zu Weihnachten und zwischen den Jahren. Nun, auf jeden Fall haben sie viel Lärm gemacht. Am Neujahrstag tauschten wir wieder unsere Hündinnen, und dann konnten wir nur abwarten.Die Anzeichen, dass sie trächtig war, blieben nicht aus, und ich war mir sicher, dass es diesmal Welpen geben würde im Haus in Tromsø, und dass ich den Namen «Lundelabben» für meinen Kennel endlich würde benutzen können. Der Optimismus war groß, und ich rechnete damit, dass die Welpen zu Ostern das Haus beleben würden. Deswegen habe ich mich enttäuscht zurückgezogen, als klar wurde, dass sich im Bauch von Gurine keine Welpen befanden. Das war ihre letzte Chance gewesen.

Glücklicherweise bin ich eine Person die nicht allzu lange die Enttäuschung mit sich herumträgt, das hieße nur sich selbst zu quälen. Ich habe dann die Zeit genutzt um zu entscheiden, dass ich nicht aufgeben wollte. Ein Motto von mir ist: «Gib nie auf, denn sonst erfährst du nie, wie nah Du am Gelingen dran bist». Ich habe die Ärmel aufgekrempelt und habe angefangen zu überlegen. Eine neue Hündin müsste ich mir anschaffen, aber woher und von wem? Eins meiner Probleme im Jahre 2009 war, dass es sehr wenige Rüden gab, die ich ohne allzu großen Aufwand hätte erreichen können. Während der letzten Jahre jedoch habe ich mitgeholfen ausgezeichnete Rüden nach Tromsø zu bringen. Meine Hündinnen waren dann aber leider schon zu alt geworden für die Zucht. Daher musste ich eine Hündin finden, die weit weg von Tromsø aufgewachsen und für die Zucht mit den meisten Rüden in der Stadt geeignet war. Die Problematik der Inzucht war da ein wichtiges Argument. Ich sage manchmal auch, dass die Probleme sich immer für liebe Mädchen lösen lassen. Am selben Tag entdeckte ich auf Facebook ein Foto von einer Hündin und einem Rüden mit einem Wurf Welpen, im Ausland. Ich musste zunächst herausfinden, wer der Züchter/in war, in welchem Land er/sie lebte, und welches die genaue Adresse war. Die heutigen Möglichkeiten in den sozialen Medien und die Hilfe von Züchtern von Lundehunden in Norwegen, die sehr gut vernetzt und gut informiert über die Züchter dieser Rasse im Ausland sind, haben es mir schnell ermöglicht die gewünschten Informationen zu bekommen:

Nicole Klose, mit dem feinen Zuchtnamen «Lovund». Stellen sie sich vor, ein norwegischer Name für eine deutsche Zucht! Das

konnte nur gut werden.

Ich werde nicht behaupten, dass mein Englisch sehr gut ist, aber ich schaffte es ihr eine Mitteilung zu schicken mit Fragen zu der Hündin und machte klar, dass ich sehr an dieser interessiert wäre. Sie antwortete, dass sie sich wieder melden würde, denn da wären noch andere Interessenten. Es war aber absolut denkbar, eine ihrer Hündinnen als «Eier Suchhündin» am Flughafen von Tromsø zu Verfügung zu stellen. Eines Tages kam dann die Nachricht: Daliah könnte mir gehören, falls ich immer noch den Wunsch hätte. Selbstverständlich wollte ich! Ich hatte mich noch nicht gründlich damit beschäftigt, was es bedeuten

würde einen Hund nach Norwegen zu importieren. Deswegen fing ich an die Seiten des Gesundheitsamtes und die dort veröffentlichten Regeln durchzuarbeiten. Nach der ersten Impfung gegen Tollwut müssen 21 Tage vergangen sein,

bevor ein Welpe nach Norwegen einreisen darf. Die Züchterin war über alles informiert, und sie erzählte, dass der frühestmögliche Termin den Hund ins Land zu bekommen der 19. Juli wäre. Daliah wurde am 4. April geboren, und mein erster Kontakt zu der Züchterin war am 16. April gewesen. Nachdem die Entscheidung getroffen und der Vertrag unterschrieben

war, konnte ich nur noch abwarten. Ich errichtete eine Gruppe auf Facebook, wo meine Familie und die Züchterin sich mit Bildern und Mitteilungen austauschen könnten. Ylva war der Name, den ich ihr sehr früh gegeben hatte, deswegen wurde daraus

Lovund´s Daliah Ylva. Die Züchterin hat uns die ganze Zeit sehr gut unterrichtet mit Fotos, über das Impfprogramm und mit sonstigen Informationen.Es war ganz klar, dass sie viel Erfahrung mit dem Entsenden von Welpen ins Ausland hatte. Sie hatte sich auch mit dem Gesundheitsamt (Mattilsynet) in Norwegen in Verbindung gesetzt und hatte die Bestätigung per Mail für das Einreisedatum bekommen. Ich selber habe Kontakt zum norwegischen Kennel Klubb (NKK) aufgenommen, der dem deutschen VDH entspricht, um zu erfahren, was ich tun müsste um den Welpen in Norwegen «einzubürgern». Ich bekam schnell Antwort per Email von Laila Eren Rødland. Sie ist verantwortlich für die Registrierung von Hunden aus dem Ausland, für die

sogenannte Gruppe 5. Sie hat mir erzählt, dass ich das Original des «export pedigrees» mit einer Kopie der Bescheinigung, die das Eigentumsrecht bestätigt, einreichen müsste um den Hund neu zu registrieren. Die Mitglieds-/paidnummer sollte möglichst beim Einschicken der Papiere angegeben werden. Nach Erhalt dieser guten Information ging es jetzt nur noch darum, mit

dem Züchter zusammen das nachzuprüfen, was das Besondere an den deutschen Regeln war. Frau Klose war sich darüber im Klaren. Die deutschen Züchter hatten in diesem Zusammenhang Extraausgaben in Höhe von ca. 800.- Nok. Ylva kam am 19. Juli zu uns und am darauffolgenden Tag schickte ich die Originalpapiere an den NKK. Ich hatte gesehen, dass es in Tromsø am ersten Wochenende in September eine Ausstellung mit einer Welpenshow geben würde, und ich wollte so gerne mit Ylva daran

teilnehmen. Ich rief daraufhin die nette Dame von NKK an und fragte, ob sie meinen Brief erhalten hätte, und ob es möglich wäre die Info zu den Zahlungsmodalitäten per Mail zugeschickt zu bekommen. Zwei Tage später traf dieser Link bei mir ein, und ich konnte sofort das Geld überweisen. Am 1. August war Ylva im «dogweb», und ich konnte sie zu ihrer ersten Ausstellung anmelden. Am Tag danach erhielt ich die Originalpapiere zurück, sehr schnelle und gute Arbeit von NKK. Ich bin sehr zufrieden mit ihrem Service.

Grüße Merete Evenseth und Lovund´s Daliah Ylva

Übersetzung aus dem Norwegischen: Marit Pohl Høiberget